Bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts war die meist gebrauchte Stimmung der Celli B b `-F-c-g. Also ein Ganzton tiefer als die heutige Stimmung. Es waren sehr große Instrumente mit einer möglichst langen schwingenden Saite. Gerade in Frankreich hatten diese Instrumente einen sehr großen Stellenwert, da sie das Tiefste Streichinstrument darstellten (Die Komponisten zur Zeit des Sonnenkönigs verzichteten gänzlich auf die 16-Fußlage). Es war der Bass der Geigenfamilie und wurde somit Basse de Violon genannt.
Einen solchen Basse de Violon habe ich versucht zu rekonstruieren: Nach einem verschnittenen Instrument von Gofrilla 1693,Venedig, zurück vergrößert. Mit einer Zargenhöhe von 15 cm, einer Halslänge von 31,5 cm und einer schwingenden Saite von 76 cm Die Saiten hat Nicholas Baldock gemacht. Ihre Spannung ist viel höher als die eines herkömmlich bespannten Cellos. Ich biete den Basse de Violon für 16000,- € an. Hoffentlich habe ich Interesse geweckt, sodass der Bass in einigen Projekten, wenn auch nur leihweise, zum Einsatz kommt. | Auf Bild klicken zum vergrössern



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