Mathias
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Re:zur Saiten-Umfrage - 19/04/2008 13:38
Liebe Brigitt Stehrenberger,
ich habe mit viel Interesse die ersten Ergebnisse zur Saitenumfrage gelesen, vielen Dank dafür! Ich bin dementsprechend gespannt auf die Fortsetzung des Berichts, der - so nehme ich an - auch Erfahrungswerte und Präferenzen hinsichtlich der einzelnen Hersteller enthalten wird.
Alles in allem bestätigt der Beitrag die eigenen Erfahrungen. Keine Gambe ist wie die andere und wenn eine Saite für die eine genau passt, muss das noch lange nicht für eine andere gelten. Daraus erkläre ich mir den naturgemäß hohen Beratungsbedarf, es sind in der Tat viele Details zu beachten (die unter "spezielle Probleme" geschilderten Punkte sprechen eine eigene Sprache).
Über die Lebensdauer der oberste(n) Saiten werden wir sicherlich noch mehr erfahren, ich bin sehr gespannt auf die Einzelergebnisse.
Das Problem der 4. Saite verdient in der Tat ein eigenes Kapitel :-), ich habe alleine 6 unterschiedliche Typen in nochmals vielen unterschiedlichen Ausfertigungen auf Lager, das gibt es für *keine* andere Saite ... Als einen m.E. wichtigen Punkt möchte ich schon einmal folgendes beisteuern: Das Problem ist oftmals auch durch die "uniforme" Besaitung der Instrumente akzentuiert: nackte relativ harte Darmsaiten für d'-e, voll umsponnene schwere Darmsaiten ab G abwärts. Wenn man den Übergang von der "nackten" zur umsponnenen Besaitung prinzipiell entschärft, dann kommt der 4. Saite als Übergangssaite auch nicht mehr diese außerordentliche Rolle zu, der sie dann oft nicht gerecht werden kann. Das bedeutet aber auch, sich u.U. damit anfreunden zu müssen/sollen/dürfen, dass wir die Instrumente wieder etwas leichter bespannen müssen. Gamben sind nun mal primär nicht für den großen Konzertsaal gebaut. Das Dilemma der zunehmend starken Besaitung - um auch größeren Räumen genügen zu können - befördert ganz klar eine Akzentuierung des Problems mit dem Übergang zum umsponnenen Saitenbezug. Und genau deshalb stoßen wir hier an Grenzen: wer durch die jeweiligen Gegebenheiten auf Lautstärke angewiesen ist, muss in der Regel Konzessionen an die Ausgeglichenheit des Instruments machen.
Mathias Behrle
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